Die Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) sieht im nun vom Bundeskabinett beschlossenem Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) wichtige Verbesserungen gegenüber dem Referentenentwurf, erkennt jedoch keine ausreichenden Impulse zur Stärkung der Kunststoff-Rezyklatmärkte.
Positiv bewertet die AVU etwa, dass die ursprünglich geplante neue Organisation für Reduzierungs- und Präventionsaufgaben nicht weiterverfolgt wird. „Eine zusätzliche Institution ist europarechtlich nicht erforderlich. Mehrwegförderung und Verpackungsreduktion können ohne bürokratischen Überbau und unverhältnismäßige Kosten umgesetzt werden“, erklärt Carl Dominik Klepper, Vorsitzender der AVU.
Mit Blick auf die vorgesehenen höheren Recyclingquoten für Kunststoffe, Aluminium und Eisenmetalle teilt die AVU das Ziel, die Kreislaufwirtschaft bei Verpackungen weiter zu stärken. Allerdings bestünden erhebliche Zweifel, ob die Quoten für einige Materialien unter den derzeitigen Rahmenbedingungen erreichbar seien.
Aktuell gingen bei vielen Materialien die Sammelmengen zurück, zugleich verschlechtere sich die Qualität der Materialströme. Dies erschwere das Recycling. Zudem kämpften Kunststoffrecycler mit einer schwachen Nachfrage nach recyceltem Material, da Neukunststoff oft noch immer günstiger sei.
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