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Destatis: 2019 wurden in Deutschland 3,65 Milliarden Hemdchenbeutel verbraucht

05.01.2022 − 

Seit dem 1. Januar 2022 gilt in Deutschland ein Verbot für leichte Kunststofftragetaschen. Händler dürfen keine Tüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometer (µ) an ihre Kunden mehr ausgeben.

Davon ausgenommen sind allerdings leichte Kunststofftragetaschen – auch „Hemdchen"- oder „Knotenbeutel" genannt – mit einer Wandstärke von weniger als 15 µ. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Eurostat-Daten mitteilt, gehen die Deutschen im EU-Vergleich eher sparsam mit den Beuteln um. Zwischen 2018 und 2019 sank der Verbrauch von 3,75 Mrd auf 3,65 Mrd Stück. Damit nutzte jeder Bürger im Schnitt 44 der dünnen Obst- oder Gemüsetüten.

Die Ausnahme vom Verbot sei ein schweres Versäumnis, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH). „Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite große Plastiktüten verboten und gleichzeitig das kostenlose Angebot kleinformatiger Tüten in nahezu allen Supermärkten schulterzuckend hingenommen wird“, so die DUH-Geschäftsführerin Barbara Metz.

Der Verband fordert eine Ausweitung des Kunststofftütenverbots auf dünnwandige Kunststofftragetaschen und ruft im Zuge dessen Verbraucher dazu auf, nicht auf Einweg-Papiertüten auszuweichen.

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