|  

FFI zieht Bilanz: Auswirkungen von Corona und Recyclingfähigkeit von Faltschachteln im Fokus

03.11.2020 − 

Im laufenden Geschäftsjahr spiegeln sich in der Entwicklung der deutschen Faltschachtelindustrie die Sondereffekte wider, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Der Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI), Frankfurt am Main, gab damit erstmals im Rahmen der Vorstellung der Vorjahreszahlen auch einen Einblick in die aktuelle Geschäftslage.

Unter dem Einfluss von Covid 19 ist im ersten Halbjahr 2020 das Produktionsvolumen der FFI-Mitglieder um 5,7 % gestiegen, der Produktionswert jedoch nur um 0,3 %. Hintergrund für die Diskrepanz der Werte sei der starke Rückgang im Geschäft mit hochwertigen Faltschachteln, beispielsweise für Kosmetika, bei einen gleichzeitigen Anstieg von Faltschachteln für Lebensmittel. Die Zahlen für das dritte Quartal zeigten bei den FFI-Mitgliedern dann einen Rückgang der Produktionstätigkeit und des Produktionswertes, heißt es weiter.

Damit ähneln die bisherigen Daten für 2020 dem FFI zufolge der wellenförmigen Entwicklung der Infektionszahlen in Deutschland. Einer gesteigerter Nachfrage und erhöhten Produktionstätigkeit im zweiten Quartal, vor allem in Faltschachtelsegmenten für Konsumgüter des täglichen Bedarfs, folgte nach einer Auffüllung der Lieferketten und Lagerbestände wieder ein merklicher Rückgang der Ordertätigkeit.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2019 lag das Produktionsvolumen der deutschen Faltschachtelindustrie bei 954.154 t, berichtet der FFI. Dies bedeute gegenüber dem Vorjahr eine erneute Steigerung. Der Produktionswert erhöhte sich ebenfalls und belief sich auf 1,944 Mrd €.

Studie bestätigt Recyclingfähigkeit von Faltschachteln

Faltschachteln im Altpapier sind recyclingfähig. Dieser Punkt war für die deutsche Faltschachtelindustrie schon in der Vergangenheit unstrittig und wird nun belegt durch die Studie der Papiertechnischen Stiftung (PTS) „Recyclingfähigkeit von Faltschachteln“ im Auftrag des FFI. Die Untersuchung für die Faltschachtel ist repräsentativ, heißt es weiter.

Die zunehmenden Anforderungen der Markenartikelindustrie und des Handels an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen waren ein Auslöser für die Untersuchung. Mit der Studie reagiert die Faltschachtelindustrie aber auch auf immer wieder auftauchende Kritiken unterschiedlicher Institutionen und Akteure zur Recyclingfähigkeit ihrer Produkte.

Den ausführlichen Artikel lesen Abonnenten in EUWID Verpackung. Die wöchentlich als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitschrift informiert Leser kompakt über die relevanten Entwicklungen auf dem deutschen sowie benachbarten Verpackungsmärkten.

 

 

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:
­

zurück − PTS-Studie: Faltschachteln aus dem Altpapier sind recyclingfähig

Kreislaufwirtschaft für Haftmaterialien: Hersteller und FINAT gründen CELAB-Europe  − vor