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Take-away und Lieferdienste: GDA stellt „gesetzgeberischen Zwang“ pro Mehrweg in Frage

26.01.2021 − 

Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) stellt die ökologischen Vorteile von Mehrweg- gegenüber Einweglösungen im Take-away-Bereich in Frage.

Der „gesetzgeberische Zwang“ pro Mehrweg sei aus ökonomischer und ökologischer Sicht nicht notwendigerweise zielführend. Es werde in der Praxis in vielen Fällen passieren, dass Verbraucher nach dem Abholen oder nach der Lieferung von Mehrweg-Take-Away-Behältern mit Speisen den Behälter nach dem Verzehr aus hygienischen Gründen zu Hause reinigen. Nach dem Rücktransport des Behältnisses zum Anbieter werde dieser das Gefäß ein zweites Mal reinigen, um den Hygienevorschriften zu entsprechen, argumentiert der Verband. Stattdessen mache der Einsatz recyclingfähiger Einwegverpackungen Sinn, die über die dualen Systeme gesammelt, sortiert und recycelt werden, also beispielsweise Aluminiumverpackungen.

Der GDA reagiert zum einen auf den vom Bundeskabinett vergangene Woche verabschiedeten Entwurf zur Novelle des Verpackungsgesetzes. Zum anderen verweist er auf die aktuelle Studie des Deutschen Verpackungsinstituts dvi und des WWF Deutschland, der zufolge 50 % der Deutschen Einweg-Lösungen bevorzugen, die über die dualen Systeme entsorgt werden können.

EUWID Verpackung hat in Ausgabe 3/2021 ausführlich über die Verabschiedung der Gesetzesnovelle und die Studie von dvi/WWF berichtet.

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