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Wellpappenindustrie auch 2016 mit Absatzplus

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Erstaunlich unbelastet zeigte sich die deutsche Wirtschaft von den politischen Turbulenzen dieses Jahres.

Vor diesem Hintergrund konnte auch die Wellpappeindustrie an die positive Absatzentwicklung der vergangenen Jahre anschließen. Wie der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) mitteilte, verbesserten die im Verband organisierten Mitglieder ihr Vorjahresergebnis mit einem arbeitstäglichen Absatzplus von 1,2 % um etwa 90 Mio qm bei nahezu Vollauslastung. Eine deutliche Steigerung bei den Bruttoanlageninvestitionen und unverändert starke Konsumausgaben seien die tragenden Säulen des Erfolgs, stellte Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des VDW fest. Dabei profitierte die Wellpappenbranche vor allem vom prosperierenden Online-Handel. Die stärksten Wachstumsimpulse steuerten die Abnehmerindustrien Nahrungs- und Genussmittel, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Keramik und Glaswaren bei. Schwach entwickelten sich die Chemische Industrie sowie Papier- und Druckerzeugnisse.

Für das Jahr 2017 geht Wolfrum aufgrund optimistischer Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Wellpappenprodukten aus. „In der Summe erwarten wir für 2017 einen arbeitstäglichen Wellpappenabsatz, der etwa 1,2 % über dem des Jahres 2016 liegen wird.“ Für das erste Quartal 2017 prognostiziert Wolfrum ein Nullwachstum, für das zweite ein Plus von 2,2 %, für das dritte von 1,0 % und für das vierte von 1,6 %.

Erheblich weniger erfreulich präsentiert sich die Entwicklung der Erlöse. Diese sind im laufenden Jahr wiederum gesunken. Für den Oktober weist der VDW einen Wert von 52,3 Cent/qm aus, nachdem im vergangenen Jahr noch ein Durchschnittserlös von 52,6 Cent/qm erzielt worden ist. Eine Entlastung ergibt sich aktuell durch die rückläufige Tendenz bei den Preisen für Wellpappenrohpapiere, wodurch sich die Schere etwas schließe, heißt es. 

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