Energieintensive Unternehmen: Auch Papier- und Glasindustrie erwartet steigende Abwanderung

94 % der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine Abwanderung weiterer Firmen ihrer Branche aus Deutschland für wahrscheinlich, mehr als die Hälfte sogar für sehr wahrscheinlich.

Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Demoskopie Allensbach in der Studie „German Economic Pulse 2025 – State of German Industry" im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch. Befragt wurden Vorstände und Geschäftsführer energieintensiver Unternehmen, darunter auch Hersteller von Papier und Pappe sowie aus der Glasindustrie. Daneben wurden Hersteller aus der Metallerzeugung und -bearbeitung befragt sowie Unternehmen der chemischen Industrie. 

Die Ergebnisse zeigen, dass 56 % der energieintensiven Unternehmen sich stark oder sehr stark durch außereuropäische Wettbewerber unter Druck sehen, die häufig von niedrigeren Energiepreisen, staatlichen Subventionen oder geringerer Regulierung profitieren. Um sich zu behaupten, investieren 91 % der Unternehmen in Automatisierung und Digitalisierung, zwei Drittel setzen auf spezialisierte Engineering-Lösungen und 71 % nutzen Qualitäts- und Herkunftsstrategien wie „Made in Europe“.

33 % der insgesamt 169 befragten deutschen Industrieunternehmen haben bereits Produktionskapazitäten außerhalb Europas aufgebaut, weitere elf Prozent planen dies. 

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