Die EU-Kommission denkt darüber nach, weitere Zölle auf US-Produkte zu erheben, um den von US-Präsident Trump angekündigten „reziproken“ Einfuhrzöllen zu begegnen.
Ziel sei weiterhin, eine Verhandlungslösung zu finden. Parallel zu den Gesprächen bereite man jedoch mögliche Gegenmaßnahmen vor. Daher hat die Kommission eine mehr als 200 Seiten lange Liste an US-Importen veröffentlicht. Eine öffentliche Konsultation läuft bis zum 10. Juni.
Die Liste umfasst sowohl fertige Verpackungen als auch Vorprodukte und Maschinen. Im Kunststoffbereich sind unter anderem die Standardkunststoffe PP, PS, PVC sowie PET betroffen. Auf der Liste stehen darüber hinaus Glasverpackungen sowie Verpackungsstahl, Aluminiumfolie, Aerosoldosen, Kronkorken und Dosen. Mögliche, weitergehende Gegenzölle könnten auch eine Vielzahl von Papiersorten treffen, wie zum Beispiel Karton, Verpackungspapiere, Kraftsackpapiere und Kraftliner. Die vollständige Liste ist hier abrufbar.
Es handelt sich um die zweite Runde an möglichen Gegenmaßnahmen der EU gegen die von den USA Einfuhrzölle. Die ersten Abgaben wurden Mitte April veröffentlicht und vorläufig für 90 Tage pausiert.
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