EUDR: Deutsche Papierindustrie lehnt Pläne der EU-Kommission ab

Der Verband Die Papierindustrie lehnt in einer Stellungnahme vom 31. Oktober die Pläne der EU-Kommission zur Änderung der Entwaldungsverordnung (EUDR) ab.

Der Vorschlag stelle Unternehmen wenige Monate vor dem Inkrafttreten der Regeln vor große Herausforderungen und schaffe zusätzliche Rechtsunsicherheit, schreibt der Branchenverband. Grundsätzlich sei der neue Fokus auf die Erstinverkehrbinger richtig, da in der nachgelagerten Produktion ausschließlich Rohstoffe oder Vorprodukte verwendet werden, deren EUDR- Konformität in der vorgelagerten Lieferkette bereits sichergestellt wurde.

Allerdings führe der aktuelle Vorschlag zu einer zusätzlichen Komplexität für die nachgelagerte Wertschöpfungskette, heißt es weiter. Auch wenn die Pflicht zur Sorgfaltserklärung hierfür entfalle, müssen Informationen seitens der Lieferanten erfasst, gebündelt und die Kunden weitergegeben werden. „Diese Informationsweitergabe umfasst Referenznummern sowie neu eingeführte Deklarationskennungen von Kleinst- und Kleinlieferanten – ein Vorgehen, das aus Sicht der Papier- und Zellstoffindustrie in Deutschland nicht praktikabel ist“, schreibt der Branchenverband.

Der Verband Die Papierindustrie ruft die EU-Kommission daher dazu auf zu berücksichtigen, dass Änderungen an der EUDR mindestens 6 bis 12 Monate Vorlaufzeit erfordern würden, um eine rechtskonforme Umsetzung für die betroffenen Unternehmen sicherzustellen.

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