Harmonisierte Trennhinweise: Kommt für Firmen und Verbraucher das Kennzeichnungschaos?

Interne Dokumente geben Einblick in die Pläne zur Umsetzung der PPWR

Die richtige Mülltrennung ist der erste Schritt, um Verpackungen im Kreislauf zu halten. Um dies zu gewährleisten, müssen die dafür notwendigen Informationen über den richtigen Entsorgungsweg der Verpackung dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden. Um die europäischen Märkte zu harmonisieren, zielt die Europäische Verpackungsverordnung PPWR auf eine vereinheitlichte Kennzeichnung ab. 

Dem EUWID vorliegende Dokumente aus dem mit der Ausarbeitung beauftragen und die EU beratenden Gemeinsamen Forschungszentrum zeigen jedoch, dass einheitliche Lösungen schwierig sind. Ohne Einigung der europäischen Länder untereinander, was in welchem farblichen Stoffstrom zu sammeln ist, kommt nun als Lösung auf Unternehmen - und vor allem auf den für die richtigen Trennung relevanten Verbraucher - ein Sammelsurium an Piktogrammen in bekannten und neuen Farben sowie in schwarz-weiß zu. Nach derzeitigem Plan soll den Herstellern die Entscheidung überlassen werden, ob sie ein farbiges oder ein schwarz-weißes Piktogramm auf der Verpackung verwenden wollen.

Die Befürchtung ist groß, dass durch den Verzicht auf bereits Gelerntes die Getrenntsammlung in Deutschland deutlich verschlechtern wird. Zudem wird bei der als dänisches Modell bezeichneten Variante der Verbraucher noch viel stärker als bisher in die richtige Mülltrennung involviert sein.

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