EUWID-Marktbericht PA 6 für Verpackungen: Preise gehen weiter durch die Decke

Im Markt für PA 6 für Verpackungen geht es im April sehr turbulent zu. Als "giftigen Cocktail" für die Branche bezeichnete ein EUWID-Gesprächspartner die gestiegenen Rohstoffnotierungen sowie Preise für Strom, Gas und den Transport. Der russische Überfall auf die Ukraine habe die ohnehin volatilen Energiemärkte weiter destabilisiert. Energieintensive Vorprodukte hätten sich dadurch stark verteuert und damit auch Polyamid 6 für Verpackungsanwendungen. Die Prognosen für die kommenden Monate fallen indes eher pessimistisch aus.

Beherrschendes Thema im Markt war neben der Preisentwicklung das aktuell medial und politisch viel diskutierte Öl- und Gasembargo der EU gegen Russland. Vom EUWID befragte Unternehmen sehen den potentiellen Boykott von Lieferungen sehr kritisch. Insbesondere mögliche Gasengpässe könnten in Deutschland wie auch der EU ernstzunehmende ökonomische Konsequenzen für die gesamte Wertschöpfungskette nach sich ziehen. Viele rechnen in einem solchen Fall mit Stilllegungen von Maschinen und Betrieben.

Insgesamt waren die Auftragsbücher bei Verarbeitern wie auch Anbietern im April gut gefüllt. Einige Marktteilnehmer berichteten von einer leichten Nachfagedelle, da manche Kunden sich bereits in den Vormonaten Vorräte zugelegt hätten. Angebotsseitig sei die Lage schwieriger, aber beherrschbar. Engpässe gebe es vor allem bei Barrierematerialien. 

Der Preisspiegel mit ausführlichem Marktbericht zum deutschen Markt für PA 6 für Verpackungsanwendungen steht unseren Premium-Abonnenten bereits heute online ab 12:00 Uhr zur Verfügung. Leser der Print-Ausgabe finden ihn in EUWID Verpackung 16/2022.

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