Auf dem Markt für Wellpappe wird mit harten Bandagen gekämpft.
Selbst im Wettbewerb um kleine Aufträge sind inzwischen Unternehmensgrößen vertreten, die sich um diese Volumina in guten Phasen des Marktes nicht gekümmert oder diese sogar abgelehnt haben. Das von den Marktteilnehmern beschriebene Vorgehen fand bereits in der Vergangenheit in Zeiten statt, in denen die Branche schlecht ausgelastet war und Aufträge zur Auslastung der Anlagen „um jeden Preis“ an Land gezogen werden mussten. Der Preiskampf bringt mal dem einen, mal dem anderen Wellpappeunternehmen eine bessere Auslastung, in Summe schadet er aber nur den Margen aller, erklären mehrere Unternehmer im Dezember.
Die aktuellen Gespräche legen auch weitere Aspekte offen, die eine wirtschaftlich angespannte Situation in der Wellpappenindustrie unterstreichen. Die Unternehmen können sich nicht mehr über die Bedruckung oder Veredelung vom Wettbewerb abheben. Der Preisvergleich aller Wettbewerber findet heute „an der braunen Kiste“ statt. Dabei hatten die Unternehmen lange und hart daran gearbeitet, als farbiger wahrgenommen zu werden. Das ging so weit, dass Shelf-Ready-Packaging-Lösungen von innen farbig bedruckt wurden. Das „nackte Produkt“ ist vergleichbarer und macht es anfälliger für den Preiskampf.
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