IK: Steuer auf Kunststoffverpackungen ist kontraproduktiv und fördert Materialsubstitution

Nach der im Juli 2020 von den EU-Staats- und Regierungschefs beschlossenen „Plastikabgabe“ müssen die EU-Mitgliedsstaaten 0,80 € je Kilogramm nicht recycelter Verpackungsabfälle entrichten. Deutschland trägt nach Aussage der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) knapp ein Viertel der 5,7 Mrd €, die sich aus der neuen Abgabe für den EU-Haushalt ergeben.

„Der Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe erfordert erhebliche Investitionen der Unternehmen in das Design von Kunststoffverpackungen, neue Materialien und Maschinen. Eine finanzielle Abgabe auf Kunststoffverpackungen würde kontraproduktiv in diese Vorhaben eingreifen, die Investitionsbereitschaft der Akteure und das Erreichen dieser ehrgeizigen Ziele hemmen“, so die Argumentation des Verbands.

Eine einseitige Belastung von Kunststoffen würde mehr noch Materialsubstitution fördern, z. B. durch Einweg-Glas und papierbasierte Verbundverpackungen, die den Zielen des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft entgegenstünden. Solche ökologischen Fehllenkungen sollten dringend vermieden werden, heißt es.

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