Kartellverfahren Metallverpackungen: EU-Kommission verhängt Geldstrafen gegen Silgan und Crown

Nach einem seit 2015 andauernden kartellrechtlichen Ermittlungsverfahren in Deutschland hat die EU-Kommission nun die beiden Metallverpackungskonzerne Silgan und Crown zu einer Kartellstrafe von insgesamt 31,5 Mio € verurteilt.

Beide Unternehmen haben laut der EU-Kommission ihre Beteiligung an der Zuwiderhandlung eingeräumt und einem Vergleich zugestimmt. Silgan muss demnach rund 23,9 Mio € bezahlen. Nach der Kronzeugenregelung der Kommission wurde Crown wegen Mitarbeit an der Untersuchung eine Ermäßigung der Geldbuße um 50 % gewährt, was einer Strafzahlung von rund 7,7 Mio € gleichkommt.

Bei den von dem Kartell betroffenen Produkten handelt es sich um Metallverschlüsse mit BPA-freier oder BPA-haltiger Beschichtung, vor allem zum Verschließen von Konservengläsern sowie um Konservendosen mit BPA-freier Beschichtung.

Die EU-Kommission hatte seit Mai 2018 gegen die Hersteller von Metallverpackungen wegen der Beteiligung an einem Kartell im Bereich des Vertriebs von Dosen und Verschlüssen aus Weißblech in Deutschland ermittelt. Das Bundeskartellamt hatte zuvor im Frühjahr 2015 ein nationales Ermittlungsverfahren in die Wege geleitet, es nach drei Jahren aber an die Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission übergeben.

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