„Paperisation“: PPWR und Co. forcieren Substitution von Kunststoff durch Barrierepapiere

Mit dem neuen Format Inno-Fiber startet Innoform Coaching eine Tagungsreihe rund um faserbasierte Verpackungsmaterialien und deren Anwendungen.

Der erste Expertentreff „Faserbasierte Verpackungen - Funktionelle Papiere für Verpackungsanwendungen“ widmete sich unter anderem der Frage, ob Papierlösungen als Alternative zu Kunststoffverpackungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Referenten Matthias Giebel, Berndt+Partner Consultants GmbH, und Eleonore Eisath, Designagentur M.I.L.K., beantworteten diese Frage in ihren Vorträgen mit Ja. Laut Giebel werde im Wettbewerb die Verpackung gewinnen, die die regulatorischen Vorgaben am besten erfüllt. Der Bedeutung von EUDR, PPWR und Co. auf die Verpackungsgestaltung finde aus Giebels Sicht aber noch zu wenig Berücksichtigung. Nachhaltigkeit sei heute keine Freiwilligkeit mehr, sondern werde bei nicht Einhaltung mit Bußgeldern geahndet. 

Insbesondere der Markt für faserbasierte Verpackungen sei derzeit ein Innovationstreiber. Seit 2022 finden besonders viele Produktneueinführungen in Papierlösungen statt, allen voran für Süßware, Körperpflege und trockene Lebensmittel. Etwas abgeschlagen bei den Neueinführung in Papier finden sich inzwischen auch feuchte Produkte wie Salate, Tiefkühlprodukte oder Fleisch in Faserlösungen mit Barrieren wieder. Giebel unterstrich seine Aussagen mit der Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), die bereits 2024 einen deutlichen Anstieg der Verbunde vorhergesagt hatte....

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