Papierindustrie kritisiert Referentenentwurf zum VerpackDG

Branche sieht hohe Kosten ohne echten Nutzen

Der Branchenverband der deutschen Papier- und Zellstoffindustrie Die Papierindustrie" kritisiert den aktuellen Referentenentwurf zum Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG).

Der Entwurf aus dem Bundesumweltministerium sieht unter anderem die Gründung einer neuen Organisation für Reduzierungs- und Präventionsmaßnahmen gegen Abfall vor – mit geschätzten Kosten von mindestens 90 Mio € jährlich für die deutsche Verpackungsindustrie.

In seiner Stellungnahme zum Entwurf kritisiert der Verband insbesondere den Vorschlag zur Gründung dieser „Organisation für Reduzierungs- und Präventionsmaßnahmen“, als europarechtlich nicht erforderlich. Zwar unterstützt der Verband die allgemeinen Ziele der Abfallvermeidung und -reduzierung, doch müsse kritisch hinterfragt werden, ob eine solche „Superorganisation" wirklich einen effektiven Beitrag zu den Zielen leisten könne. Insbesondere da sie sich auch auf Transportverpackungen erstrecken soll, ein Bereich, in dem bereits äußert effiziente und bewährte Industrielösungen existieren.

So hat die Papierindustrie gemeinsam mit Partnern die Arbeitsgemeinschaft gewerblich genutzter PPK-Verpackungen (AGEPA) gegründet und kommt damit ihrer Herstellerverantwortung nach.

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