Verschiebung der EUDR: Papier-, Karton- und Verpackungsindustrie zeigt sich entsetzt

Die Nachricht über eine mögliche Verschiebung der EUDR erreichte die Papier-, Karton- und Verpackungsindustrie am ersten Tag der diesjährigen Fachpack.

Unternehmen, mit denen der EUWID während der Messe gesprochen hat, zeigten sich überwiegend entrüstet über die Pläne, denen Rat und Parlament derzeit noch zustimmen müssen. Man habe mit Manpower und finanziellem Aufwand alles daran gesetzt, das „Bürokratiemonster“ zum Jahresende an den Start zu bringen. Es gab in den Gesprächen mit dem EUWID kein Hersteller oder Verarbeiter, der zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage war, die Verordnung zum geplanten Zeitpunkt an den Start zu bringen. 

Die mögliche Verschiebung bedeutet für die Unternehmen zum einen erneute Unsicherheiten, ob sich im Zuge dessen auch Inhalte ändern. Ersten Gerüchten zufolge möchte eine bedeutende Fraktion des Europäischen Parlamentes ergänzende Änderungsanträge einbringen. Dies könnte bedeuten, dass die Arbeit von vorne beginnen würde, beklagen Unternehmer. Zum anderen müssten vor diesem Hintergrund die Teams, die bis zum Jahresende für die Umsetzung verantwortlich sind, ein weiteres Jahr mit der Aufgabe betreut werden.

Erst im Sommer hatten verschiedene Großkonzerne, Verbände und Allianzen in einem gemeinsamen Brief appelliert, die EU-Verordnung wie geplant umzusetzen.

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