Vorziehen der geplanten Zuckersteuer wäre ein „Affront gegen den Mittelstand“

Spitzenverbände der Getränkewirtschaft veröffentlichen weiteres Statement

Die Diskussion um die Einführung einer Zuckersteuer auf Getränke nimmt noch einmal an Fahrt auf.

Erst kürzlich hatten sich über 300 Unternehmen der Getränkewirtschaft gemeinsam in einem offenen Brief gegen die von Bundesregierung und Bundestag geplante Steuer ausgesprochen. Sie unterstützten damit die Position der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM), des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) sowie der Privaten Brauereien Deutschland. 

Nun protestieren die Spitzenverbände der deutschen Getränkewirtschaft gegen aktuelle Pläne der Koalition, die Einführung einer Zuckersteuer auf Getränke bereits auf den 1. Januar 2027 vorzuziehen. Diese Option sehe ein aktueller Änderungsentwurf der Koalition zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor, das Ende dieser Woche vom Bundestag verabschiedet werden soll.

Aus Sicht der Verbände wäre dies ein „Affront gegen den Mittelstand“. Sollte die umstrittene Steuer tatsächlich früher als ursprünglich vorgesehen eingeführt werden, so würde dies unzählige, ohnehin stark unter Druck stehende Betriebe vor praktisch unlösbare Herausforderungen stellen, warnen sie.

Die nun bekannt gewordenen Pläne für eine aus Verbändesicht „völlig überstürzte Einführung“ würden die Sorgen der Branche aus mehreren Gründen erheblich verschärfen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Konkret sehe die Getränkewirtschaft fünf zentrale Problemfelder.

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