ZSVR: Neuer Mindeststandard für recyclinggerechte Verpackungen

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hat den Mindeststandard für recyclinggerechte Verpackungen Ausgabe 2023 veröffentlicht. Im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt wurden in der mittlerweile fünften Ausgabe einige Passagen geändert.

Das Verpackungsgesetz regelt, dass nur bei Vorhandensein einer funktionierenden Recyclinginfrastruktur eine Verpackung als recyclingfähig eingestuft werden darf. Im Rahmen einer Studie des Umweltbundesamtes werden jährlich wissenschaftlich die konkreten Sortier- und Recyclingkapazitäten für die unterschiedlichen Verpackungsarten ermittelt.

Die Ergebnisse fließen in die Fortentwicklung des Mindeststandards ein, teilte die ZSVR mit. Insbesondere werden differenziert nach Verpackungsarten quantitative Aussagen zur Verfügbarkeit bestehender Sortier- und Verwertungsstrukturen getroffen.

Auf dieser Basis ist bereits heute im Mindeststandard geregelt, in welchen Fällen es eines Einzelnachweises zum tatsächlichen Recycling bedarf. Sofern für über 80 Prozent des Stoffstroms Kapazitäten nachgewiesen sind, wird unterstellt, dass eine ausreichende Recyclinginfrastruktur vorhanden ist. Decken die Sortier- und Verwertungskapazitäten weniger als 20 Prozent des Stoffstroms ab, müssen Unternehmen schon heute einen Einzelnachweis über die Verwertung erbringen. Liegen begrenzte Recyclingkapazitäten zwischen 20 und 80 Prozent vor, kann ein solcher Einzelnachweis schon seit 2019 verlangt werden.

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