Borealis: Bauarbeiten der PDH-Anlage im belgischen Kallo länger gestoppt als geplant

Der österreichische Chemie- und Kunststoffkonzern Borealis hat den Bau seiner neuen Anlage zur Propan-Dehydrierung (PDH) im belgischen Kallo bei Antwerpen vorübergehend unterbrochen.

PDH ist ein Verfahren zur Gewinnung von Propylen – dem Vorprodukt von Polypropylen – aus Propan durch Abspaltung von Wasserstoffmolekülen und eine Alternative zum Steamcracken. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten nur vom 27. Juli bis 3. August ruhen. Das Unternehmen teilte aktuell jedoch mit, dass die Maßnahme bis auf Weiteres verlängert wird.

Hintergrund ist laut Borealis der Verdacht auf Sozialbetrug im großen Stil und die Möglichkeit des Menschenhandels seitens eines Auftragnehmers, der für die Rohrleitungs- und mechanischen Arbeiten unter Vertrag genommen wurde. Der österreichische Kunststoffproduzent gibt an, keine Kenntnis der nun vonseiten der belgischen Behörden erhobenen Vorwürfe gehabt zu haben. Der Vertrag mit der betroffenen Baufirma sei ausgesetzt worden und die Arbeiten in Kallo würden erst nach Implementierung zusätzlicher Compliance-Maßnahmen wieder aufgenommen.

Mit einer Investitionssumme von 1 Mrd € handelt es sich den Angaben zufolge um das größte jemals von Borealis umgesetzte Projekt in Europa.

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