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Green Alliance Bericht zeigt vorschnellen Aktionismus bei Substitution von Kunststoff

16.01.2020 − 

Ein Anfang Januar vom britischen Think Tank Green Alliance, London, veröffentlichter Bericht sorgt für Aufruhr.

Dieser fördert zutage, dass Industrie und Handel im britischen Lebensmittelsektor unter enormen Druck stehen, Lösungen im Zusammenhang mit der Diskussion um Kunststoffe vorzulegen. Dass es aber häufig nicht damit getan ist, Einwegkunststoffe durch andere Einwegmaterialien zu ersetzen, die sich in anderer Weise negativ auf die Umwelt auswirken könnten, wird ebenso deutlich.

Green Alliance hatte für den Report „Plastic promises: what the grocery sector is really doing about packaging“ Vertreter von fünf großen britischen Supermärkten sowie führende Unternehmen der Konsumgüter- und Getränkeindustrie befragt. Diese räumten zum Teil ein, dass Entscheidungen zur Substitution von Kunststoff durch andere Materialien häufig übers Knie gebrochen werden. So werde nicht näher untersucht, welche Umweltauswirkung ein alternatives Verpackungsmaterial haben könnte und ob es, je nach Region, entsprechende Sammel- und Recyclingstrukturen dafür gebe.

Als eine „besorgniserregende Entwicklung“ bezeichnet der Bericht den Umstieg einiger britischer Supermärkte von Kunststoff- auf Papiertüten für lose Ware und Backwaren.

Ein eher kritisches Fazit ziehen die Befragten auch hinsichtlich Verpackungen, die als biologisch abbaubar deklariert werden sowie mit Blick auf Mehrweg-Nachfüll-Lösungen, wie sie einzelne Supermärkte den Verbrauchern anbieten.

Verbände und Vertreter der Entsorgungsbranche haben umgehend auf den Bericht von Green Alliance reagiert.

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