|  

Bundesregierung stimmt der Novelle des Verpackungsgesetzes zu

20.01.2021 − 

Das Gesetz, das zum  3. Juli in Kraft treten soll, muss noch vom Bundestag verabschiedet werden und den Bundesrat passieren.

Die Novelle sieht erstmals einen Mindestrezyklat-Anteil für Getränkeflaschen aus Einwegkunststoff vor. Ab 2025 müssen PET-Einweggetränkeflaschen mindestens 25 Prozent Recycling-Kunststoff enthalten, ab 2030 erhöht sich diese Quote auf mindestens 30 Prozent und gilt dann für alle Einwegkunststoffflaschen. Die Hersteller können selbst entscheiden, ob sie diese Quote pro Flasche oder über ein Jahr verteilt in Bezug auf ihre gesamte Flaschenproduktion erfüllen möchten.

Speisen und Getränke: Für To-Go muss ab 2023 auch Mehrweg angeboten werden

Des Weiteren müssen ab 2023 Letztvertreiber, wie Imbisse, die Einwegkunststoff-Lebensmittelverpackungen und Einwegbecher für Speisen und Getränke zum Sofortverzehr außer Haus benutzen, künftig auch Mehrwegalternativen anbieten. Die Mehrwegverpackungen dürften nicht zu schlechteren Konditionen oder zu einem schlechteren Preis abgegeben werden, geht aus dem Entwurf hervor.

Registrierungspflicht für Transportverpackungen

Künftig müssen alle Verpackungen, auch Transportverpackungen, die nicht systembeteiligungspflichtig sind, bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister registriert werden. Diese erweiterte Registrierungspflicht tritt am 1. Juli 2022 in Kraft.

Pfandpflicht wird ausgeweitet

Die Novelle beendet die bisherigen Pfandausnahmen für Fruchtsäfte oder alkoholische Mischgetränke. Für Milch oder Milcherzeugnisse gilt von dieser Pfandpflicht nun eine längere Übergangsfrist bis 2024.

 

Den ausführlichen Artikel lesen Abonnenten in EUWID Verpackung. Die wöchentlich als Printausgabe und E-Paper erscheinende Fachzeitschrift informiert Leser kompakt über die relevanten Entwicklungen auf dem deutschen sowie benachbarten Verpackungsmärkten.

 

 

 

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:
­

zurück − IK sieht Notwendigkeit eines europäischen Kontrollorgans zum PET-Rezyklataufkommen

Nicht nur Getränke: Verbraucher offen für Pfandlösungen in anderen Produktgruppen  − vor