
Der Umweltdienstleister Interzero will in Dessau Polypropylen (PP) aus dem gelben Sack bzw. der gelben Tonne zu Material recyceln, das in Lebensmittelverpackungen genutzt werden kann.
In Dessau soll eine Pilotanlage mit einer Kapazität von 5.000 jato rPP und 40 Mitarbeitenden entstehen, erläutert das duale System auf einer Pressekonferenz am 10. Juni. Die Inbetriebnahme ist 2027 geplant.
Mit der Investition zielt Interzero darauf ab, Rezyklate für Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen aus PP bereitzustellen. Diese müssen laut EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ab 2030 mindestens 10 % Recyclingmaterial einsetzen. Die benötigten Mengen seien jedoch noch nicht am Markt verfügbar. In Dessau will Interzero PP aus den unternehmenseigenen Sortieranlagen zerkleinern, waschen, nachsortieren, regranulieren und anschließend dekontaminieren. Das Endprodukt sei auch für Anwendungen mit hohen Anforderungen geeignet.
„Wir haben uns in der Produktentwicklung darauf fokussiert, einen Recyclingrohstoff zu schaffen, der für den Einsatz in der Heißabfüllung, für Mikrowellenprodukte oder für Lebensmittel mit hohem Fett- oder Säureanteil geeignet ist“, erklärt Thomas Herkert, Segmentleitung Sorting & Processing bei Interzero.
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