Energiekosten: Unternehmen der Glasindustrie fordern Soforthilfe

Im Januar verfassten Unternehmer der Rennsteig-Region/Landkreis Kronach einen Brandbrief an die Regierung, um auf die prekäre Situation der energieintensiven Glasindustrie aufmerksam zu machen. Diesem Schreiben folgte nun ein Youtube-Video, in dem die Branche, Zulieferer, Gewerkschafter und Regionalpolitiker auf die zugespitzte Lage aufmerksam machen.

Zu den Unternehmen der Region zählen Wiegand-Glas, Heinz-Glas, Gerresheimer Tettau sowie die Zulieferer der Hütten. Sowohl Wiegand als auch Heinz hatten in den letzten Wochen bekanntgegeben, dass sie die Inbetriebnahme bzw. den Bau ihrer geplanten Wannen aufgrund der Energiekostenentwicklung verschieben. Den Angaben zufolge sehen sich die Unternehmen mit Kostensteigerungen von bis zu 500 % gegenüber dem Niveau von vor einem Jahr konfrontiert. Auf die nötige Hilfe könnten die Unternehmen der Region nicht drei Monate oder ein Jahr warten. Es müsse eine Soforthilfe geschaffen werden, so Frank Hammerschmidt, Geschäftsführer des Zulieferers Ernst Röser Siebdruckerei. Die Branche brauche keine Energiepreisbremse, sie brauche eine Reduzierung, da die Kosten nicht auf diesem hohen Niveau verharren können, fordert Carletta Heinz, Inhaberin und CEO von Heinz-Glas.

Wiegand steht eigenen Angaben zufolge für 25 % der deutschen Kapazität und verweist auf die Gefahr eines Flaschenmangels. Zudem sei das Unternehmen führend im Altglasrecycling. Laufen die Wannen nicht mehr, ist das Unternehmen nicht in der Lage, das anfallende Altglas aufnehmen. Dies zeige sich früher oder später in den Städten, sagt Nikolaus Wiegand, Geschäftsführer des Unternehmens über die Bedeutung der Branche für den Kreislauf.

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